Mit der vorliegenden Auswahl kurzer Abhandlungen wird ein Blick möglich in die Ideenwelt des Sufitums, wie sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im osmanischen Reich gedacht wurde. Muhammad Nûr al-Arabî (gest. 1888) kann als einer der wenigen, bedeutenden Meister gesehen werden, die im Angesicht der Folgen des modernen Zeitalters für die muslimische Welt, Schriften über den inneren Weg verfasst haben. Die Texte handeln von der Beschaffenheit der Welt insbesondere im Verhältnis zu Gott, von der Stellung des Propheten Muhammad innerhalb des Universums und von Praktiken, die zu der wahren Einsicht über die Dinge zu führen vorgeben.

Fünf Sufische Traktate

Fünf Sufische Traktate – Muḥammad Nūr al-ʿArabī

Cüneyd Yıldırım

Muḥammad Nūr al-ʿArabī gehört ganz ohne Zweifel zu den wirkmächtigsten und originellsten Akteuren des mystischen Islams. Er und seine zahlreichen Schüler prägten nicht nur die Mystik im Osmanischen Reich, sondern auch das sufische Leben in der Türkischen Republik. Gleichzeitig gehört er aber zu den am wenigsten bekannten und erforschten Sufis. Dies mag daran liegen, dass Nūr al-ʿArabī den Sufismus wieder als eine „Realität ohne Namen“ sehen wollte, nachdem dieser zu einem „Namen ohne Realität“ degeneriert war. Deshalb ist es äußerst begrüßenswert, dass nun fünf seiner zentralen Traktate sowohl im Original als auch in deutscher Übersetzung vorliegen. 

Prof. Dr. Erdal Toprakyaran

Fünf Sufische Traktate
Yildirim, Cüneyd
1
9783981755114
100
14,0*21,5
Paperback

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